Detailinformationen zu AV.IS

Anlass

Die in den letzten Jahren im Kooperationsraum vermehrt aufgetretenen Ereignisse (Wildbäche, Steinschlag, Rutschungen, Überflutungen etc.) beeinträchtigen einerseits sensible Räume mit erheblichen naturräumlichen Wert (z.B. Nationalpark Triglav, grenzübergreifende Schutzwaldsysteme etc.), andererseits haben Tourismusgemeinden wie z.B. die „Wörtherseegemeinden“ in Kärnten oder Kranjska Gora in Slowenien große Probleme im Umgang mit dem Elementarrisiko (natural hazard).
Sowohl in Kärnten als auch in Slowenien besteht großes Interesse, Synergien aus den bestehenden Erfahrungen zur Verbesserung des Risikomanagements abzuleiten und gemeinsam abgestimmte Vorgangsweisen und Instrumente zu entwickeln und einzusetzen. Die Nachfrage von Seiten der betroffenen Gemeinden und Regionen erfordert ein schnelles gemeinsames Handeln nicht nur in Bezug auf Schutz, Management der naturräumlichen Ressourcen, sondern auch eine Verstärkung der Bewusstseinsbildung.

Ausgangssituation

Die Raumplanung in Kärnten versucht in einem interdisziplinären Ansatz die Naturgefahrenpotenziale in entsprechender Weise zu dokumentieren und darzustellen. Es besteht daher ein sehr großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Experten in Slowenien und an einer Harmonisierung von Daten/Unterlagen für natural ressources (focus risk management).
Der Nationalpark Triglav benötigt umfassende Informationen über Naturgefahren (z.B. Rutschungen), die in das geplante zentrale Informationscenter integriert werden sollen. Ebenso wird eine Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Kärntner Nationalparks gesucht.
Die slowenische Wildbach- und Lawinenverbauung (PUH) hat methodische Ansätze zum Risiko Management  entwickelt und möchte nur eine Abstimmung dieser Ansätze sowie einen Erfahrungsaustausch in Form einer nachhaltigen transnationalen Zusammenarbeit.
Mit der Nutzung moderner Technologien (Geographische Informationssysteme, Webtechnologie) soll die Risikokommunikation verbessert werden.

Problemstellung

Die rezenten Naturkatastrophen der vergangenen Jahre (Rutschungen, Steinschlag, Lawinen, Extremhochwässer etc.) haben die Notwendigkeit von Methoden und Planungsgrundlagen zur aktuellen Gefahrenabschätzung sehr drastisch aufgezeigt. Der Einfluss auf sensible Ökosysteme der alpinen Räume, vorhandenen Infrastruktur, touristischen Entwicklung etc. zeigt sowohl die Notwendigkeit eines entsprechenden Managements als auch einer wesentlichen Stärkung der Bewusstseinsbildung auf.
Anhand mehrerer Gemeinden im Projektgebiet und auch im Triglav Nationalpark soll eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Projektpartner den Aufbau von gemeinsamen Informationssystemen zeigen, den Erfahrungsaustausch verstärken und die wesentliche Öffentlichkeitsarbeit verbessern.

Allgemeine Projektziele

  • Erfassung und Darstellung der alpinen Naturgefahren als Teil der natürlichen Ressourcen sowie Schaffung einer konsistenten, fachübergreifenden Datengrundlage für eine optimale Entscheidungsfindung zur Bewertung des Naturraumrisikos mit Schwerpunkt in den Grenzregionen.
  • Verbesserung des Managements und der Bewusstseinsbildung in Bezug auf natürliche Ressourcen.
  • Harmonisierung der Methoden und der Informationssysteme (Risikomanagement) durch eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Spezielle Projektziele

  • Aufbau und Harmonisierung der Grundlagen und Outputs für die Bewertung des Naturraumes durch eine enge Zusammenarbeit bzw. Erfahrungsaustausch.
  • Implemetierung und Einweisung der Daten und Ergebnisse in mehreren Gemeinden der Projektregionen (z.B. Kranjska Gora, ...)
  • Implemetierung eines Web-Service zur Bereitstellung eines entsprechenden Informationsdienstes für die Zielgruppen.
  • Intergration des Themas „Naturraumrisiko“ ins das zentrale Besucherinformationssysteme für den Nationalpark Triglav.
  • Durchführung einer zielgruppenorientierten Öffentlichkeitsarbeit auch zur Stärkung der Bewusstseinsbildung gegenüber Naturgefahren.
  • Schaffen von nachvollziehbaren Grundlagen für den Themenbereich Tourismusentwicklung - Naturgefahren

Zielgruppen

  • Öffentliche Verwaltung:  Planungsbehörden, Tourismus, Behörden im Zusammenhang Risiko Management (Entscheidungsträgerebe)
  • Bezirke, Regionalmanagement
  • Gemeinden
  • Nationalparkverwaltungen
  • Organisationen für den Natur- und Landschaftsschutz
  • Institutionen und Organisationen mit themenbezogenen grenzüberschreitenden Aktivitäten
  • Expertenebene
  • Öffentlichkeitsebene (Verbesserung von Information und Bewusstsein der Bevölkerung)